NRWL-Präsident Andreas Bartsch im Gespräch mit Verkehrsminister Hendrik Wüst über Jobtickets für Lehrkräfte
veröffentlicht am 19. Juni 2019

Das Schwerpunktthema des Austausches war die Einführung eines Jobtickets für Lehrerinnen und Lehrer in ganz Nordrhein-Westfalen.

In Nordrhein-Westfalen gibt es allein 180.000 Lehrerinnen und Lehrer, die ein Jobticket nutzen könnten. „Angesichts der Diskussion über Feinstaubemissionen und Fahrverbote in den Städten und der völligen Überlastung des Straßenverkehrs wäre das Jobticket gerade in Nordrhein-Westfalen ein wesentlicher Beitrag zum Umweltschutz“, sagte Andreas Bartsch, Präsident des NRWL. Denn Nordrhein-Westfalen bleibt das Stauland Nummer eins in Deutschland. Nach Angaben des ADAC stauten sich die Autos 2017 auf knapp 455.000 Kilometern Länge, das waren 17 Prozent mehr als 2016 und so viele wie nie zuvor. Autofahrerinnen und Autofahrer standen mehr als 143.000 Stunden im Stau. „Das sind doch unhaltbare Zustände. Ein günstiges und bequemes Angebot für die Nutzung von Bus und Bahn ist ein wichtiger Anreiz, das Auto stehen zu lassen. Das ist ein wichtiger Beitrag für mehr saubere Luft, weniger Stress und weniger Staus“, sagte Bartsch. Auch die nervenaufreibende Parkplatzsuche würde für viele Lehrerinnen und Lehrer entfallen. „Jetzt erwarten wir von der Landesregierung ein klares Bekenntnis zum Umweltschutz und die Entscheidung für ein landesweites Jobticket“, so Bartsch.

„Zahlreiche Lehrkräfte pendeln zur Arbeit. Fahrten durch verschiedene Tarifsysteme sind unübersichtlich, teuer und bürokratisch“, kritisiert Bartsch.

Verkehrsminister Hendrik Wüst berichtete über bereits vorliegende Anfragen von großen Arbeitgebern nach einem Jobticket für die Beschäftigten.

Für den Lehrerbereich und den gesamten öffentlichen Dienst kann er sich die Einführung eines Jobtickets durchaus vorstellen.

Er will sich gerne dafür einsetzen, die unterschiedlichen Verkehrsverbünde an einen Tisch zu holen und eine Vereinbarung zu treffen.

Wüst: „Mobilität ist in der heutigen Zeit wichtig. Zudem wäre das Jobticket ein guter Beitrag  zum Umweltschutz und zur Attraktivierung des öffentlichen Dienstes.“